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Nachhaltige Mode

Weil es keinen Planeten B gibt

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Nachhaltigkeit ist, wie wir in Zukunft unsere Existenz sichern können. Bei unserem derzeitigen Verbrauchs- und Produktionsgrad wird die Welt in nur wenigen Generationen zu einem unbewohnbaren Ort. Bestehende Unternehmen haben die Entschuldigung, dass sie ihre traditionellen Produktionsmethoden einfach fortsetzen. Diese wurden jedoch zu einer Zeit entwickelt, in der es nur ein geringes Bewusstsein für globale Verantwortung gab. Es ist für uns unergründlich, wie alle Warnzeichen ignoriert werden können und der monetäre Profit vor ökologische und soziale Verantwortung gesetzt werden kann.

Umwelt & Nachhaltigkeit

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Die Modeindustrie ist eine der umweltschädlichsten Industrien der Welt. Sie verschmutzt die Wasserwege durch Freisetzung giftiger Chemikalien aus dem Färben und Waschen von Geweben. Kunststoff-Mikrofasern gelangen aus dem Waschen von Polyesterkleidung in unser Wasser. Wasserressourcen werden im Baumwollanbau nicht nachhaltig genutzt. Der globale Transport von Kleidungsstücken führt zu hohen CO2-Emissionen. Und die Verschmutzung der Umwelt durch Textilabfälle ist enorm.

Unsere Stoffe werden aus innovativen Naturfasern hergestellt. Wir sind uns der oft schädlichen Stoffproduktion bewusst und investieren deshalb viel Zeit und Mühe in die Wahl nachhaltig produzierter Stoffe. Unsere Stoffe werden mehrheitlich aus zwei Fasern hergestellt: Entweder werden sie aus Bio-Baumwolle hergestellt, was konkret heisst, dass während des Anbaus keine schädlichen Auswirkungen auf die lokale Umwelt oder die natürlichen Ressourcen entstehen, oder sie bestehen aus Tencel Lyocell vom österreichischen Faserhersteller Lenzing. Tencel Lyocell ist eine Cellulosefaser, die aus nachhaltigem Holz gewonnen wird und mit organischen Lösungsmitteln in einem geschlossenen System entsteht, das 99% der Chemikalien wieder einholt.

Unsere Stoffe werden in Europa gefärbt und behandelt, wo Umwelt- und Arbeitsschutzgesetze besser sind als in Entwicklungsländern. DIFFAIR lehnt Monopole ab und versteht die Stoff-Beschaffung als ein vielschichtiges Problem, das nicht von einer einzigen Zertifizierung erfasst werden kann. Daher beschränkt sich DIFFAIR nicht auf eine einzige Zertifizierungsstelle. Wir versuchen jedoch, Stoffe zu beschaffen, die nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) oder dem OEKO-TEX Standard 100 hergestellt werden. Beide stellen sicher, dass in der Stoffproduktionskette keine umweltschädlichen oder gesundheitsgefährdenden Chemikalien eingesetzt werden. Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz und beurteilen jedes Gewebe nach dem hohen Anspruch, den wir an eine nachhaltige Ökologie stellen, in der Mensch und Umwelt voneinander abhängig sind.

Soziale Nachhaltigkeit

DIFFAIR unterstützt lokale ModedesignerInnen und die lokale Modeindustrie. Für jede Kollektion arbeiten wir mit zwei ModedesignerInnen zusammen. Aus dieser Kollaboration entsteht einerseits eine Frauen- und Männerkollektion sowie andererseits eine Genderless-Kollektion.

Wir sehen die uns umgebenden Talente und schaffen Arbeitsplätze und Sichtbarkeit für sie. Wir bieten auch vielen in der Schweiz ausgebildeten SchneiderInnen die Möglichkeit, ihren erlernten Beruf auszuüben, was in der heutigen wirtschaftlichen Situation für viele gelernte SchneiderInnen eine Schwierigkeit darstellt.

Ein weiterer Aspekt unserer sozialen Verantwortung gilt unseren KundInnen. Durch die Ablehnung der Standardgrössen der traditionellen Modemarken richten wir uns an Menschen, die nicht in die normalen Grössen passen. Unsere Matrix-Grössen können realen Körpermassen nachempfunden werden und sind speziell für die Personen gedacht, die kleiner oder grösser sind als ihre Breite implizieren würde. Wir dekonstruieren die binäre Geschlechts-Klassifizierung, indem wir eine dritte Geschlechtskategorie einführen, die wir Genderless nennen. Wir anerkennen Gender Fluidity und bieten eine Möglichkeit an, wie Gender Fluid Clothing aussehen könnte.

Wirtschaftliche Nachhaltigkeit

Unser einzigartiges Geschäftsmodell revolutioniert die Modebranche. Wir bieten Kleidung an, die speziell auf die Länge und Breite unserer KundInnen zugeschnitten ist. Dies bedeutet, dass wir viel weniger Abfall produzieren als traditionelle Modemarken, die grosse Mengen an Kleidung herstellen, die gar nie verkauft werden.

Das momentane globale Wirtschaftsmodell ist nicht nachhaltig. Es ist auf die Existenz armer Länder mit spottbilligen Arbeitskräften angewiesen, um Güter herzustellen, die in den Ländern mit hohem Wohlstand verbraucht werden. Die ArbeitnehmerInnen in den armen Ländern schöpfen keinen sozialen Nutzen aus diesem Geschäftsverhältnis. Die Arbeitsbedingungen der produzierenden Ländern wären in den westlichen Wohlstandsländern, wo die Ware mehrheitlich verkauft wird, tatsächlich illegal.

Als verantwortungsbewusste UnternehmerInnen wünschen wir uns, dass kein Land einen schlechteren Lebensstandard hat als unser eigenes, und dass dies irgendwann ein realisierbares Ziel ist. Zu diesem Zeitpunkt gäbe es keine Billiglohnländer, die ausgebeutet werden könnten, und das derzeitige Globalisierungsmodell würde zusammenbrechen.

Da DIFFAIR mehrheitlich im Verkaufsland produziert, ist unser Modell wirtschaftlich nachhaltig und der Grossteil unserer Einnahmen fliesst zurück in die Schweizer Wirtschaft.